App zum Kuscheln

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Kuscheln macht glücklich

Dank Smartphone-Apps kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Den richtigen Weg, die optimale Figur, das beste Produkt – leicht zu finden mit den kleinen virtuellen Helfern. Was aber, wenn der gestresste Mensch einfach nur mal kuscheln will und grad niemand zur Hand ist? Juhu – auch für diese Lebenslage ist gesorgt: Cuddlr bringt Kuschelwillige zusammen.

Kuscheln macht glücklich

Kuscheln macht glücklich

 Einmal Kuscheln bitte

Wie bitte? Ich soll mir mein Kuschelbedürfnis mit einem wildfremden Kuschler, der zufällig in meiner Nähe ist, befriedigen? Na gut, die Idee ist grundsätzlich nicht schlecht, weil simpel: Person A will das gleiche wie Person B, also muss nur Person A mit Person B zusammengebracht werden. Ist soziales Miteinander so einfach zu managen? Klar – das Gefühl, einfach mal in den Arm genommen zu werden, kennt fast jeder. Mir selber ist dabei allerdings noch nie der Gedanke gekommen, dass mich IRGENDWER in den Arm nehmen soll.

Auf der anderen Seite: Warum eigentlich nicht? Es hat ja nicht jeder Familie um sich. Auch Freunde sind nicht jederzeit „greifbar“. Cuddlr verspricht, Kuschelpartner in der Nähe zu vermitteln, ohne Druck und ohne Verpflichtung. Was will Mensch mehr?

Knuddeln ist gesund

Knuddeln macht nicht nur Spaß, sondern ist auch gesund. Beim Weltknuddeltag 2013 (National Hug Day) erklärte Neurophysiologe Jürgen Sandkühler, Leiter des Zentrums für Hirnforschung der Medizinischen Universität Wien, was Kuscheln bringt: Stress abbauen, Ängste verringern, Blutdruck senken, Immunsystem stärken, Konzentrationsfähigkeit fördern – alles super fürs Wohlgefühl.

Durch Kuscheln wird nämlich das Hormon Oxytocin ausgeschüttet, das man als „Glückshormon“ kennt (von wegen Bindung und so). Außerdem wird Dopamin im Körper freigesetzt, welches auch ziemlich viel zum „Richtig gut fühlen“ beiträgt.

Ist Cuddlr dann vielleicht der neue Heilsbringer der Gesellschaft? Im Sinne von: Wer sich wohlfühlt und keinen Stress hat, macht auch keinen Stress?

Vertrauen hilft

So einfach ist es leider nicht. All die wohlfühligen Auswirkungen gelten nur beim Knuddelkontakt zwischen vertrauten Personen, bei denen jeweils Gefühle für den anderen vorhanden sind.

Bei sich fremden Personen ohne Bezug zueinander verpufft die Kuschelei ins Leere – oder geht sogar nach hinten los. Da die sonst übliche Distanz missachtet wird, kann statt des wohligen Oxytocins das Stresshormon Cortisol ausgeschüttet werden. Nicht so gut.

Also lieber doch nicht via Cuddlr nach dem nächstbesten (örtlich betrachtet) Kuschelpartner suchen? Im Zweifel gilt: Einfach ausprobieren, wenn das akute Kuschelmanko auftaucht und kein echter Vertrauter zur Verfügung steht. Schließlich merkt jeder selbst am besten, was ihm guttut … vielleicht sind ja Cuddlr-Kontakte auch gar nicht sooo fremd – man hat sich schließlich bewusst zum Kuscheln verabredet. Wahrscheinlich checken die potentiellen Knuddelpartner sowieso erstmal, ob sie sich überhaupt riechen können, bevor es zur Sache geht. Vielleicht reicht das ja als Vertrauensgrundlage, um damit die Ausschüttung der netten Hormone zu veranlassen.

 

Übrigens – der nächste Weltknuddeltag ist am 21. Januar 2015!

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Ein Kommentar

  1. Sympahtischer und netter Mann hat kuschelbedürfnis ?

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