Braucht Deutschland eine linke Sammelbewegung? Gastautoren bei Bastian und Witt

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Braucht Deutschland eine linke Sammelbewegung? Auf keinen Fall, meint kurz und knapp der Diplom-Politologe Malte Priesmeyer. Er wurde 1974 in Oldenburg (Oldb.) geboren und war unter anderem als wissenschaftlicher Mitarbeiter für verschiedene Abgeordnete des Deutschen Bundestages und des Abgeordnetenhauses von Berlin tätig. Als Berliner Bezirksverordneter verließ er 2010 nach knapp 20 Jahren die FDP. Heute ist er in der CDU aktiv und gehört der Mittelstandsvereinigung an.

„Aufstehen“? – wie ein Kaktus am Nacktbadestrand

von Malte Priesmeyer

Sarah Wagenknecht hat ein neues Spielzeug. „Aufstehen“ soll die Sammlungsbewegung der Linken werden. So wie SPD, ADAV, SDAP, KPD, SED (alias SED/PDS alias PDS alias DieLinke), Grüne, Judäische Volksfront, Volksfront von Judäa und vermutlich noch -zig weitere zu Recht längst vergessene linke Sammlungsbewegungen aus drei Jahrhunderten, unter deren roter Fahne sich leider kaum jemand versammeln will oder wollte. „Beliebt wie ein Kaktus am Nacktbadestrand“, wie es der große norddeutsche Philosoph Fips Asmussen einst formulierte.

Braucht die Linke eine Sammlungsbewegung? Was weiß denn ich. Ich brauche ja noch nicht mal eine Linke. „Links“ ist die Ausrede für eigene Faulheit bei der gleichzeitigen Unverschämtheit, das hart verdiente Geld anderer Leute für den eigenen Machtgewinn und/oder -erhalt ausgeben zu wollen. Linke erfinden Zwangsversicherungen, neue Steuern und ähnlichen Quatsch. Damit wird eine Zuteilungsbürokratie finanziert, deren Schaltstellen mit linken Parteigängern zu besetzen sind. Und da reden wir nur von der demokratischen Linken, die Hardcorelinken von Castro über Stalin bis Mielke sind noch gar nicht eingepreist. Soll sowas eine Sammlungsbewegung haben? Ich finde, die rotten sich besser nicht zusammen.

Das Betteln um Westgeld

Haken wir die „linke Sammlungsbewegung“ also ab. Irgendwann ist das Geld anderer Leute sowieso alle, dann kommen sie von Honecker bis Tsipras und betteln um Westgeld. (Zugegeben: Von Strauß bis Juncker sind dann auch alle dämlich genug, um denen das Westgeld auch noch zu geben. So gesehen klappt das mit der Sammlungsbewegung also schon.)

Die Sandkastenspiele endlich satt

Den meisten Bürgern sind diese Sandkasten-Grüppchenspiele eh völlig wumpe. Die wollen was zu essen auf den Tisch der eigenen Wohnung, wenn sie nach der Arbeit nach Hause kommen, neue Unterhaltungselektronik, erholsamen Jahresurlaub, den Sieg des bevorzugten Fußballvereins und dass das eigene Auto nach Möglichkeit über Nacht nicht abgefackelt wird. Von Politik welcher Gesäßrichtung auch immer, werden die meisten am liebsten verschont, und wer Politik ein bißchen von innen kennen lernen durfte, versteht auch warum.

„Aufstehen“? Wie sang schon Tana Schanzara im Jahr 1970: Getz kannse liejenbleiben.

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