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Deutschland im Jahre 2025 – alles wie gehabt und alles halb so schlimm…

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Die Beschneidung des Pinocchio

Europa geht vor die Hunde. Die Volksparteien werden demontiert. Der größte Börsencrash aller Zeiten steht bevor. Und die Rechtsextremisten ergreifen die Macht. Ein groteskes Schreckensszenario jagt im Moment das nächste. Höchste Zeit also, dass auch Bastian & Witt mal einen ernsthaften Blick in die Zukunft wirft, der natürlich viel seriöser ist, als die üblichen Spekulationen der Kolumnisten der „Pinocchio-Presse“. Auf gehts!

Deutschland im Jahr 2025. In der CDU bereitet die einflussreiche „Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Christdemokraten“ den 150. Geburtstag der SPD, einer der Vorgängerparteien der CDU, vor. Wichtigste Rednerin der mehrtägigen Feier in Gotha ist Bundeskanzlerin Angela Merkel, die dort offiziell verkünden will, dass sie zur Halbzeit der Legislaturperiode zurücktreten und sich für das Amt der Bundespräsidentin bewerben werde. Ihr Nachfolger im Amt des Bundeskanzlers soll ihr politisches Ziehkind Cem Özdemir werden, der 2020 den Realo-Flügel der ehemaligen Grünen in die CDU führte. Özdemir ist gemeinsam mit Volker Bouffier Vorsitzender der CDU-Fraktion im Deutschen Bundestag.

Angebliches Geheimabkommen mit Horst Seehofer?

„Versöhnen statt spalten“ – dieses Motto des früheren Bundespräsidenten Johannes Rau hatte Angela Merkel bewusst für den 150. Geburtstag der SPD gewählt. Kritik gibt es allerdings aus den Reihen der Christlich-Sozialen Alternative für Deutschland (CSAfD) an Merkels Plänen, das Amt des Bundespräsidenten mit mehr Vollmachten auszustatten. „Bereits Konrad Adenauer versuchte, sich dieses Amt auf den Leib zu schneidern und mit mehr Macht auszufüllen. Das wird es mit uns nicht geben“, stellt der CSAfD-Vorsitzende Theodor zu Guttenberg in einem Gastbeitrag der Tageszeitung Der Postillion fest. Guttenberg, der auch sächsischer und bayerischer Ministerpräsident ist, sieht durch Merkels Pläne, das Amt des Bundespräsidenten dem des französischen Präsidenten anzugleichen, vor allen Dingen die Rechte der Bundesländer bedroht. Guttenberg bezieht sich dabei auch auf ein angebliches Geheimabkommen zur Souveränität der Länder, dass Merkel 2017 mit Horst Seehofer, der 2019 alle Ämter niederlegte und sich in ein Kloster nach Altötting zurück zog, ausgehandelt haben soll.

Kritik von Sarah Wagenknecht: Merkel wäre dann wie Honecker

Kritik kommt auch von Guttenbergs sächsischem Koalitionspartner, der Christlich-Sozialistischen Union (CSU). Deren Vorsitzende Sarah Wagenknecht stellte Merkels Bestrebungen, mehr politische Macht zu erlangen, in eine Reihe mit den Ämtern Erich Honeckers. Honecker war zu DDR-Zeiten sowohl Staatsratsvorsitzender als auch Generalsekretär der SED sowie Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates gewesen. Positiv werden die Bestrebungen der 71 Jahre alten Kanzlerin hingegen im Ausland gesehen. Russlands Präsident Wladimir Putin begrüßte die Pläne der Kanzlerin ebenso, wie US-Präsident Donald Trump und Frankreichs Staatschefin Marine Le Pen. Bereits 2024 während des G 5-Gipfels in Schanghai, auf dem China gemeinsam mit Deutschland den Vorsitz führte, war der Kanzlerin die Zustimmung der führenden Wirtschaftsnationen zum Umbau Deutschlands zu einer Präsidialrepublik signalisiert worden.

Bremer Senat will Bremerhaven zum „Homeland“ machen

Innenpolitisch bleibt die Lage allerdings für Merkel schwierig. Nach der Einrichtung von sogenannten „Homelands“ in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachen für Flüchtlinge, wollen jetzt auch Bayern und Bremen diese selbstverwalteten Zonen schaffen, für die es hohe Bundeszuschüsse gibt. Während Bayern bereits ein Konzept für Homelands vor allen Dingen im protestantischen Franken vorlegte, bleibt der Bremer Vorstoß zu einer Inklusion von Flüchtlingen und schwerbehinderten Langzeitarbeitslosen umstritten. Das Projekt, das ausschließlich über Bundesmittel und die Privatisierung der bremischen Gesamtschulen finanziert werden soll, betrifft vor allen Dingen die Stadt Bremerhaven, die komplett umzäunt und in ein Homeland umgewidmet werden könnte. Dagegen hat das Land Niedersachsen Verfassungsklage angedroht, da Hannover für die Sicherung der Anlagen zuständig wäre nachdem der Bremer Senat aus Kostengründen die Auflösung der Landespolizei beschlossen hatte und stattdessen die Firma Kötter mit der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit beauftragte.

Friedenspreis für Petrys Roman „Die Beschneidung des Pinocchio“

Das Thema „Sicherheit“ ist 2025 auch das Motto der Frankfurter Buchmesse. Gastland ist dieses Mal Nordkorea. Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels soll an die Schriftstellerin Frauke Petry gehen, deren Roman „Die Beschneidung des Pinocchio“ ein verstörendes Bild eines Europas unter muslimischer Herrschaft zeigt. In dem Werk, dass sie als Zettelroman in der mehrjährigen Festungshaft wegen Volksverhetzung begann, wird ein Thüringer Gymnasiallehrer mit arabischen Wurzeln zum Vorsitzenden einer Antichristlichen Partei gewählt, die mit Hilfe einer Verschwörung des DFB die Macht an sich reißt. Bereits während der Haft in Stuttgart-Stammheim war es Petry gelungen, Kapitel ihres Buches mit Hilfe ihrer hoch betagten Anwälte Horst Mahler und Otto Schily aus dem Gefängnis zu schmuggeln. Der Vorabdruck in der Schweizer Illustrierten Der Nebelspalter hatte großes Aufsehen erregt. Petry war 2024 nach Interventionen des russischen und amerikanischen Präsidenten wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

RTL: Quoten für Andrea Nahles gehen in den Keller

Bereits vor der Verleihung des Friedenspreises an Petry sicherte sich RTL die Rechte an ihrem Roman, dessen Verfilmung mit Til Schweiger in der Rolle eines Mossad-Agenten der auf den Thüringer Lehrer angesetzt wird, jetzt begann. Angeblich will der Sender für „Die Beschneidung des Pinocchio“ im kommenden Jahr die Start-Up Show „Andrea – alle lieben Dich!“ mit der langjährigen Bundeswirtschaftsministerin Andrea Nahles aus dem Programm nehmen. Nahles Quoten gingen ohnehin in den vergangenen Monaten zurück, nachdem sie sich im Dschungelcamp mit Walter Freiwald geprügelt hatte, der ihr vorwarf, ihren Vorgänger Siegmar Gabriel massiv gemobbt und aus dem Amt gedrängt zu haben. Gabriel ist seit 2020 Bürgermeister von Cuxhaven, der frühere Teleshop-Moderator Freiwald arbeitet als Pressesprecher der dortigen Kurverwaltung…

Deutschland im Jahre 2025 – freuen wir uns drauf! Alles wie gehabt und alles halb so schlimm…

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3 Kommentare

  1. Oh Schreck… es bleibt spannend ;-(

  2. Ich habe abwechselnd herzhaft gelacht und geweint! Ein schöner Artikel …

  3. lustig..aber es wird ganz anders kommen.. 😉

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